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Der letzte Weg / Zum Nachdenken

Liebe Pferdefreunde,
irgendwann kommt die Zeit, da unser geliebtes Tier seinen letzten Weg antreten muss. Uns wäre es am liebsten, sie würden uns die Entscheidung abnehmen und eines Tages friedlich eingeschlafen im Stall liegen. Leider kommt das wohl in den seltensten Fällen vor und so müssen wir uns mit dem Gedanken auseinandersetzen, wie wir ihn auf dem Weg über die Regenbogenbrücke begleiten können.

Wir haben alles probiert, verschiedene Untersuchungen, das eine oder andere Medikament gegeben und trotzdem kommt letztendlich die Diagnose vom Tierarzt, das er unserem geliebten Partner Pferd nicht mehr helfen kann.
Wenn das Tier dann auch nicht schmerzfrei seinen Lebensabend genießen kann, sondern es für ihn eine Qual wäre so weiter zu leben, dann zeigt uns dass das Tier auch.

Wer sein Pferd genau beobachtet und auch kleinste Veränderungen wahr nimmt wird feststellen, das uns unser Pferd die Entscheidung eigentlich abnimmt. Es wird uns zu verstehen geben, das es keine Kraft mehr hat. Es gibt natürlich auch die Fälle, in denen es schnell gehen muss, hat sich unser Pferd z.B. so schwer verletzt das wir den Tierarzt rufen müssen, sind wir geschockt und haben gar keine Zeit uns mit dem unvermeidbaren auseinander zu setzen. Manch ein Pferdebesitzer ist mit der Situation überfordert, allein die Trauer und der Schmerz über den Verlust des geliebten Pferdes kostet alle Kraft. Und trotzdem müssen wir handeln.

Für welchen Weg man sich entscheidet, bleibt jeden selbst überlassen, ob man sich für die Euthanasie, das Einschläfern des Tieres entscheidet oder für die Tötung beim Schlachter ist oft auch Situationsbedingt. Die Faktoren, ob das Pferd überhaupt noch transportfähig ist oder evtl. Medikamente bekommen hat die eine Schlachtung nicht zulassen, können nur im Einzelfall entschieden werden. Wer die Kraft und die Möglichkeit hat in der letzten Lebenssekunde bei seinem Pferd zu sein sollte das auf jeden Fall tun, die vertraute Bezugsperson kann niemand ersetzen.

Doch das ist auch der Moment, indem Hugo Gammisch Euch seine Hilfe anbieten möchte. Er Euch als guter Freund und Eurem geliebten Vierbeiner, beiseite stehen kann.

Durch langjährige Pferdeerfahrung, aus Überzeugung, aus der Liebe zu den edlen Tieren und durch den Fall einer lieben Freundin, die sich schweren Herzens von ihrem Pferd verabschieden musste, ist der Gedanke entstanden den Tieren einen würdevollen Abschied zu ermöglichen. Die Begleitung auf dem letzten Weg.

Solltet ihr euch für das Einschläfern am Hof entscheiden, wird Hugo auf Wunsch bei eurem Pferd sein und/oder sich darum kümmern, dass das geliebte Pferd zeitnah abgeholt wird und nicht noch tagelang am Hof verbleiben muss, auch das Verladen wird auf möglichst humane Art und Weise ausgeführt, so dass man sich von dem schrecklichen Gedanken lösen kann, den der ein oder andere selbst vielleicht schon sehen musste oder aus Erzählungen kennt. Das Pferd wird auch auf diesem Weg als das angesehen, was es einmal ausgemacht hat und nicht anders.

Fällt die Entscheidung für das Schlachten, kann Hugo euer Pferd abholen, selbst zum Schlachthof fahren und bis zum letzten Atemzug bei eurem geliebten Tier bleiben. Damit kann er euch die Garantie und das Versprechen geben, eine liebevolle Begleitung zu sein und was sehr wichtig ist, dass das Pferd keinen langen Transport ins Ausland antreten muss.

Eine weitere Möglichkeit ist es, das Pferd einäschern zu lassen, es gibt ein Tierkrematorium in Deutschland welches dies anbietet, die Asche dann entweder vor Ort im Tierfriedhof beerdigt z.B. in einem anonymen Grab oder aber die Asche auf Wunsch in einer Urne oder aber in einer Kartonage zu Ihnen nach Hause schickt. Wir wissen nicht wie und ob dieses Angebot angenommen wird, das einzige was wir tun können, ist, euch Hugos Hilfe anzubieten, den letzten Weg Eures geliebten Pferdes ganz- oder teilweise zu begleiten. Und das muss noch einmal wiederholt werden, mit Liebe, Herz und Pferdeverstand!

Wir denken, das sich die Trauer und der Schmerz leichter verarbeiten lassen, wenn man sich einer liebevollen Begleitung sicher sein kann. Und das ist ein Versprechen!

 

Ethische Grundsätze im Pferdesport 

  1. Wer auch immer sich mit dem Pferd beschäftigt, übernimmt die Verantwortung für das ihm anvertraute Lebewesen.
  2. Die Haltung des Pferdes muss seinen natürlichen Bedürfnissen angepasst sein.
  3. Der physischen wie psychischen Gesundheit des Pferdes ist unabhängig von seiner Nutzung oberste Bedeutung einzuräumen.
  4. Der Mensch hat jedes Pferd gleich zu achten, unabhängig von dessen Rasse, Alter, Geschlecht sowie Einsatz in Zucht, Freizeit oder Sport.
  5. Das Wissen um die Geschichte des Pferdes, um seine Bedürfnisse sowie die Kenntnisse im Umgang mit dem Pferd sind kulturgeschichtliche Güter. Diese gilt es zu wahren und zu vermitteln und nachfolgenden Generationen zu überliefern.
  6. Der Umgang mit dem Pferd hat eine persönlichkeitsprägende Bedeutung gerade für junge Menschen. Diese Bedeutung ist stets zu beachten und zu fördern.
  7. Der Mensch, der gemeinsam mit dem Pferd Sport betreibt, hat sich und das ihm anvertraute Pferd einer Ausbildung zu unterziehen. Ziel jeder Ausbildung ist die größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Pferd.
  8. Die Nutzung des Pferdes im Leistungs- sowie im allgemeinen Reit-, Fahr- und Voltigiersport muss sich an seiner Veranlagung, seinem Leistungsvermögen und seiner Leistungsbereitschaft orientieren. Die Beeinflussung des Leistungsvermögens durch medikamentöse sowie nicht pferdegerechte Einwirkung des Menschen ist abzulehnen und muss geahndet werden.
  9. Die Verantwortung des Menschen für das ihm anvertraute Pferd erstreckt sich auch auf das Lebensende des Pferdes. Dieser Verantwortung muss der Mensch stets im Sinne des Pferdes gerecht werden.

 

Verhaltenskodex im Pferdesport:

  1. der Reitbetrieb muss von respektvollem Umgang miteinander geprägt sein. Unabhängig von Ausbildungsstand, sportlichem Erfolg, Reitweise, eingesetzte Pferderasse und materielle Möglichkeiten verdient jeder Pferdesportler die gleiche Achtung und Wertschätzung.
  2. Jeder Pferdesportler ist zu einer fairen und konstruktiven Auseinandersetzung mit einem Reiterkameraden verpflichtet, wenn bei diesem Missstände in Ausbildung und Umgang mit dem Partner Pferd und damit ein Verstoß gegen die "Ethischen Grundsätze des Pferdefreundes" zu erkennen sind.
  3. Erfolg oder Misserfolg im Sport hängen von reiterlichen Qualitäten ab. Die (selbst)kritische und aufmunternde Auseinandersetzung mit der Leistung des Einzelnen oder einer Gruppe ist wirkungsvoller, als die Fehlerquelle in der Eignung des Pferdes zu suchen.
  4. Der Ausbilder muss in pädagogisch einwandfreiem Unterricht fachlich fundiert und motivierend lehren und zugleich Persönlichkeitsentwicklung, eigenverantwortliches Handeln und soziales Verhalten der ihm anvertrauten Schüler fördern. Er soll jederzeit Vorbild sein, ist in höchstem Maße der Horsemanship verpflichtet und lehnt alle Formen der verbotenen Leistungsbeeinflussung ab.
  5. Der Reitschüler bringt dem Reitlehrer den selben Respekt entgegen, den er von ihm erwartet oder bekommt. Ein offenes Gespräch über Ängste und Überforderung hilft mehr als eine emotionale Diskussion in der Reitbahn.
  6. Eltern der Reitschüler bzw. Voltigierer sollen motivierend auf ihre Kinder einwirken und die Erwartungen an die sportliche Entwicklung den realen Gegebenheiten anpassen. Übertriebener Ehrgeiz der Eltern fördert Kinder und Jugendliche nicht.
  7. Der Pferdesportler vertraut dem Stallbetreiber und dessen Personal sein Pferd an und erwartet eine gute Behandlung sowie eine den Bedürfnissen des Pferdes angepasste Haltung. Die erbrachte Dienstleistung des Betriebes insgesamt wie des einzelnen Mitarbeiters muss anerkannt und honoriert werden. Eventuelle Missstände sind sachlich zu diskutieren und zu beheben.
  8. Der Turnierrichter muss eine Leistung vorurteilsfrei und auf Basis seiner fachlichen Qualifikation bewerten und darf sich nie dem Verdacht der Befangenheit aussetzen.
  9. Der Turniersportler hat den Urteilsspruch des Richters im beurteilenden Richtverfahren zu akzeptieren. Bleibt eine Entscheidung unverständlich, ist das klärende Gespräch mit dem Richter das einzig faire Mittel. Polemik in der Öffentlichkeit disqualifiziert den Reiter und verstößt gegen die Grundregeln des Sports.
  10. Der Betreiber eines Handelsstalls bzw. der Pferdeverkäufer muss über die gesetzlichen Vorschriften hinaus im Pferdeverkauf verantwortungsvoll handeln und die Vermittlung eines Pferdes am Ausbildungsstand von Pferd und Käufer sowie an der beabsichtigten Nutzung des Pferdes ausrichten.
  11. Der Funktionär im Pferdesport muss sich seiner Vorbildfunktion und besonderen Verantwortung für den Sport- und Freizeitpartner Pferd bewusst sein. Er ist nicht nur für den ordnungsgemäßen Betrieb eines Reitstalls, Verbandes, Turnier o.ä. zuständig, sondern hat zugleich als Ansprechpartner für Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft die Interessen der Pferdesportler und Züchter wahrzunehmen und zu vertreten.
  12. Jeder Pferdesportler ist Nutznießer der vorhandenen Strukturen und Möglichkeiten innerhalb seins Sports. All jene, die sich ehren- oder hauptamtlich für die langfristige Sicherung des Pferdesports als Breitensport in Natur und Umwelt sowie als Leistungssport einsetzen, verdienen Anerkennung und Unterstützung.

 

Artgerechte Pferdehaltung:

Ist ein Pferd in der Box zu halten Artgerecht???
Die Antwort darauf kann nur NEIN lauten!
Machen wir uns bewusst, das ein gesundes Pferd in der Natur ca. 16 Stunden mit der Futteraufnahme beschäftigt ist und jeder wird sein Pferd schon einmal auf der Koppel beobachtet haben, dabei bleibt es keineswegs immer auf der selben Stelle stehen sondern ist ständig in Bewegung. Pferde bewegen sich in der freien Steppe so täglich ca. 25 km. Und nun kann man überlegen wie es einem Pferd in reiner Boxenhaltung ergeht.
Wie geht es so oft, der Besitzer kommt von der Arbeit und "muss" sein Pferd noch bewegen, also Pferd aus der Box, ca. 30 min putzen, ca. 60 min reiten und dann wieder ab in die Box.
Aber, der Tag hat 24 Stunden, was macht das Pferd die restlichen 22,5 Stunden? Die Kombination zwischen Boxenhaltung und Koppelgang, bzw. Auslauf im Winter gibt es auch häufig, ist ja auch schon eine Verbesserung zum oben genannten Beispiel, trotzdem sollte sich jeder ehrlich beantworten, wieviel Stunden steht mein Pferd trotzdem noch gelangweilt in seiner Box. Warum wohl wurde mittlerweile die Ständerhaltung verboten?
Weil die Menschen endlich erkannt haben, das dies Tierquälerei ist ein Pferd ununterbrochen anzubinden und ihm nicht einmal die Möglichkeit zur Bewegung zu geben oder sich hinzulegen. Man kann immer wieder hören und lesen, dass wir Menschen auf dem Weg der Besserung sind, leider muss noch so viel getan werden um all unseren Pferden ein glückliches und gesundes Leben zu ermöglichen. Wenn ich heute in den Stall gehe um mein Pferd zu reiten muss ich mich fragen, was ist mir lieber?
Ein meist sauberes Pferd, das mich schon freudig und wiehernd erwartet weil es endlich raus darf?
Oder ein evtl. schmutziges Pferd weil es sich mal wieder im Dreck gesuhlt hat, das z.B. gerade die Fellpflege mit seinem Pferdefreund unterbricht weil es mich kommen hört. Wir werden oft gefragt, bleiben eure Pferde auch im Winter rund um die Uhr draußen?
Ja, warum sollten wir sie im Winter einsperren, aus welchem Grund?
Ein gesundes Pferd mit Winterfell friert nicht. Dieses Thema ist unerschöpflich und es gibt sehr viel gute Literatur darüber, das wir das jetzt nicht weiter vertiefen, wir möchten nur zum nachdenken anregen. Nur noch eins, für diejenigen die sich fragen, wie soll ich das ändern in meinem Stall wird die Offenhaltung nicht angeboten.
Die einfache Antwort darauf, es geht nur nach Angebot und Nachfrage, wer sich damit zufrieden gibt wird daran auch nichts ändern. Stallbesitzer können und werden erst dann umdenken und handeln, wenn ihnen die Leute Aufgrund der Haltung davonlaufen.

Altes Pferd, bzw. unreitbares Pferd - was nun?

Der ein oder andere wird in die Situation kommen, wohin mit meinem Pferd. Die Gründe hierfür sind vielfältig, sei es der Sportreiter, dessen Pferd nur noch leichte Belastung verträgt oder der Freizeitreiter, dessen Pferd am besten gar nicht mehr geritten werden sollte. Auch darüber sollte man sich bereits frühzeitig seine Gedanken machen. Die Frage ist nur, handle ich dabei wirklich immer im Sinne meines Pferdes, wie belastbar ist es noch nachdem es mich viele Jahre seines Lebens begleitet hat.
Tu ich ihm etwas gutes wenn ich ihn auf eine fremde Weide stelle? Kann ich es einfach abgeben und damit auch die Verantwortung? Wessen man sich bewusst sein muss, ist das Pferd erst einmal verkauft, habe ich keinen Einfluss mehr auf mein Pferd. Und wie uns die Realität auch schon oft genug gezeigt hat nützen manchmal auch Schutzverträge nichts.
Vermeintlich unreitbare Pferde tauchen plötzlich als gesunde Verkaufspferde im Internet auf, über die Vorgeschichte weiß dann natürlich niemand etwas. Vielleicht weiß der aktuelle Besitzer wirklich nichts davon, unserem Pferd haben wir damit auf jeden Fall nichts Gutes getan. Darum prüft eure Entscheidung und den zukünftigen Platz auf Herz und Nieren und lasst euch nicht von einem Lächeln täuschen.
Denn die Leidtragenden sind letztendlich nur unsere geliebten Tiere.